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Veröffentlichung freundlichst genehmigt durch den Fotografen Norbert Hörmann. Aufgenommen in der Dovener Heide.

Systematik:
Veröffentlichung freundlichst genehmigt durch den Fotografen Norbert Hörmann. Aufgenommen in der Dovener Heide.

Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Unterordnung: Glossata
Familie: Bläulinge (Lycaenidae)
Unterfamilie: Lycaeninae
Gattung: Polyommatus
Art: Hauhechel-Bläuling

Wissenschaftlicher Name: Polyommatus icarus (Rottemburg, 1775)


Beschreibung:
Der Hauhechel-Bläuling hat eine Flügelspannweite von 25 bis 30 Millimetern. Auch bei dieser Art findet man den bei Schmetterlingen häufigen Geschlechtsdimorphismus , das heißt Männchen und Weibchen sehen sehr unterschiedlich aus. Während Männchen oberseits ein kräftiges, leicht ins Violett gehende Blau zeigen, ist das Weibchen auf der Oberseite unauffälliger braun mit variablem Blauanteil.
Charakteristisch und für die Bestimmung wichtig ist die Ausgestaltung der Flügelunterseite.


Vorkommen und Gefährdung:
Der Hauhechel-Bläuling ist sicher einer der am häufigsten zu beobachtenden Bläulinge in unserer Natur
Er besiedelt ganz Europa, Nordafrika und Asien, in den Alpen steigt er bis zu einer Höhe von 2.000 Metern. Der Lebensraum von Polyommatus icarus umfasst offene Bereiche, die feucht bis trocken sein können. Dazu gehören unter anderem blütenreiche, nicht überdüngte Glatthaferwiesen an Böschungen, Dämmen und in der Feldflur. Auch Feuchtstandorte wie Kohldistel- und Flachmoorwiesen werden besiedelt.
Natürlich spielen auch die Fraßpflanzen eine große Rolle. Hier werden Schmetterlingsblütler, Klee und natürlich der namensgebende Hauhechel bevorzugt. Der Hauchhechel-Bläuling ist vom Mittelmeer bis nach Skandinavien zu finden.

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Veröffentlichung freundlichst genehmigt durch den Fotografen Norbert Hörmann. Aufgenommen in der Dovener Heide.

Fortpflanzung:
Die Eiablage findet in der Regel an Hornklee oder Hauhechelpflanzen statt. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen aus den Eiern die Raupen. Die sehr schwer zu findenden Raupen sind hellgrün und ca. 20 mm lang. Sie leben auf den Fraßpflanzen relativ sicher, da Ameisen mit einer selbst produzierten Zuckerlösung aus einer Honigdrüse "befriedet" werden können. Etwaige "Melkversuche" der Ameisen kann die Raupe durch ihre dicke Haut gut verkraften.
Der Falter fliegt von Ende April bis September. Unter mitteleuropäischen Klimabedingungen bilden sich zwei, seltener (z. B. in der Oberrheinebene) auch drei Generationen aus.
Aus der letzten Generation überwintert dann die Raupe.
Besonders gut kann man Hauhechel-Bläulinge in den ersten Abendstunden beobachten. Sie suchen ab ca. 19:00h einen Schlafplatz in hohem Gras und treten dann auch in großen Gruppen auf.

Besonderheit der Art:
Man findet die Raupen außer am Hauhechel an mehreren anderen, noch weit verbreiteten Schmetterlingsblütlern (Fabaceae), wie z.B. Hopfenklee (Medicago lupulina) und Gewöhnlichem Hornklee (Lotus corniculatus), Kleinem Klee (Trifolium dubium) sowie Bastard-Luzerne.


Quellen:
Hauhechel
Rhur Uni Bochum
Natur-lexikon
Buch: Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1998


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Veröffentlichung freundlichst genehmigt durch den Fotografen Norbert Hörmann. Aufgenommen in der Dovener Heide.