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Thema: C&R-Diskussion

  1. #41

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    AW: C&R-Diskussion

    Hi Leute, zurück zum C&R oder nicht und den Auswirkungen.
    @Steinbeißer: Guter Beitrag !!!
    Wenn an einem hinreichend ertragreichen Wasser eine bunte Mischung all der verschiedenen Anglertypen fischt, die allerdings das Gebot der Eigenverwertung beachten, sprich keine Massenschlachtungen begehen, gibt es wohl kaum ein wirkliches Problem.

    Der C&R Angler setzt seine Großfische zur Erhaltung der Gene zurück, der Gelegenheitsangler und selektiv fischende Vielfänger entnimmt seine paar Gräten dem Wasser. Kein See von mehreren ha wird durch einige Karpfentrupps unzulässig geschädigt, eine fangrelevante Menge an geeignetem Raubfisch durch Besatz ggf. zu stützen ist wohl auch kein ökologischer Gewässertod und gelegentlicher Besatz z.B. laichfähiger Weißfische und deren Nachkommen für die Stipper, Raubfische und dummerweise den Kormoran ist wohl auch akzeptabel.
    Meiner Ansicht nach ist es weniger eine Frage des C&R oder nicht, sondern wie schafft man es, mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der Angler eine tragfähige Lösung für das Ökosystem zu schaffen.

    Gruß vom platten Niederrhein
    (ich hoffe, es ist genug zu C&R in dem Beitrag, um den hier reinzustellen)

  2. #42
    GW-Forum Team Avatar von Mattes
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    AW: C&R-Diskussion

    Hallo Laverda,

    du stellst wie viele andere auch die beiden Extreme gegenüber. Der C&Rler und der andere ist dann auch gleich wieder der Allestöter. Das ist mir zu polemisch. Die Allesverwerter sind oft Osteuropäer, die die Verwertung nicht anders kennen gelernt haben. Dies kreide ich ihnen nicht an. Die informiere ich aber gerne über unsere bestehenden Verordnungen und die Auswirkungen ihres Handelns.

    Das der C&Rler seine Fische zwecks Erhalt der Gene releast halte ich zu a. für unzureichend als Grund uns zu b. als vorgeschoben, um eine Rechtfertigung in der Hand zu halten das Hobby weiterhin ausüben zu können. Mumpitz, um es in deinen Worten zu sagen.

    Das die "Karpfentrupps" (um bei deiner Wortwahl zu bleiben) einem See keinen Schaden anrichten können gehört in Reich der Fabeln. Natürlich ist es leicht möglich ein Gewässer massiv damit zu beeinflussen. Ich habe genau dieses Problem akut vorliegen. Allerdings haben wir nun das Ruder herum reißen können. Aufklärung brachte das Umdenken. Wer seine Alttiere "pflegt", sie nie entnimmt, erzeugt eine künstlich gestörte Alterspyramide. Dies bedeutet Futterkonkurenz für alle anderen, z.B. selbstreproduzierende Schleienbestände. Spätestens im Winter haben die anderen Weißfische das nahrungstechnische nachsehen. Vom Trophieschub durch das Aufwühlen des Grundes mal abgesehen.

    Auch für den gemeinen Nicht-Karpfen-Angler ergeben sich Nachteile. Ist die Alterspyramide gekippt und gibt es nur noch Riesen im Wasser, wird niemand mehr einen Portionskarpfen mehr für die Pfanne anlanden können, da es sie nicht mehr gibt. Reproduktion ist ja fast ausgeschlossen. Nachbesatz mit noch mehr Tieren, um diese Gruppe auch noch zu bedienen der GAU schlechthin. Hier beschneidet der eine Angler den anderen durch falsche Denke.

    Und: Ja, ich besetze Karpfen nach, aber erst nach nachgewiesener Entnahme von Alttieren. Davon wandert die Hälfte der Kilozahl als Jungtiere wieder zurück in Form von Besatz.
    Gruß vom Mattes

    Zuhause ist da, wo das Land platt ist, Kühe und Pappeln rumstehn, der Nebel wabbert und Diebels getrunken wird.


  3. #43

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    AW: C&R-Diskussion

    Hi Mattes,
    natürlich ist manches Statement ein wenig polemisch, karrikiert, übertrieben usw., denn dies macht die wesentlichen Unterschiede immer sehr schön deutlich und verleitet insbesondere in Foren wie diesen so manchen zu richtig guten Kommentaren, die bei gegenseitigem Weichspülen nicht erscheinen würden.

    Zu den Karpfentrupps: ZUVIEL und dazu noch ausschließlich Alttiere (ein Extrem) ist nicht gesund, Übereinstimmung. Da die Alterspyramide beim Karpfen IMMER ein künstliches Konstrukt ist, da er sich in unseren Gewässern nicht erfolgreich vermehren KANN, kann man beim Karpfen die Betsandsdichte und Alterspyramide jedoch vergleichsweise einfach regulieren.

    Was ich persönlich ein wenig bedenklich finde, ist deine Bemerkung, dass es Sackfischern nachgesehen werden kann, alles zu knüppeln, weil sie es nicht anders kennen und Aufklärung zu betreiben sei. Hier haben wir es bei der von mir erwähnten Gruppe mit deren Verhalten am Wasser mit vorsätzlich kriminellen Handlungen zu tun, die erhebliche strafrechtliche Relevanz haben.

    JEDER, der einen Fischereischein und Erlaubnisschein besitzt, muss sich an die Mindestanforderungen halten und hat auch ohne Aufklärungsgespräch Kenntnis darüber: Mindestmaße, Schonzeiten, Anzahl von Ruten und Haken, Fangmethoden, Entnahmeregelungen, waidgerechtes Töten, Verhalten am Wasser.......
    Diese Bestiimmungen stehen auf den Papieren, die auch der Sackfischer unterschrieben hat und sind somit Vertragsgegenstand!!!!!!

    Ich will jetzt wirklich nicht das eine gegen das andere Extrem setzen, nur in meinem Fall ist der Sack- und auch der Schwarzfischer bisher ganz klar das größere Problem gewesen.

    Gruß vom platten Niederrhein

  4. #44
    GW-Forum Team Avatar von Mattes
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    AW: C&R-Diskussion

    N´abend laverda,

    dann haben wir eine unterschiedliche Definition von "Sackfischern" im Kopf.

    Untermaß ist geschützt! Klare Sache. Auch wenn ich persönlich beim Zander zur Entnahme neigen würde, der Mortalität wegen, halte ich mich strikt an die Verordnungen und sehe dies auch Gewässer so. Wegen 1 bis 2 Zentimetern packe ich aber keinen Block aus.

    "Meine" Sackfischer sind Leute, die jedes Rotauge einpacken, jeden Klodeckel und alles das, was viele Angler verschmähen, oft der Gräten wegen. Die Jungs von der Eastside wissen auch hieraus wunderbare Speisen zuzubereiten. Die gehen oft mit einer ganzen Plastiktüte Fisch nach Hause.

    natürlich ist manches Statement ein wenig polemisch, karrikiert, übertrieben usw., denn dies macht die wesentlichen Unterschiede immer sehr schön deutlich und verleitet insbesondere in Foren wie diesen so manchen zu richtig guten Kommentaren, die bei gegenseitigem Weichspülen nicht erscheinen würden.
    Bin ich dabei, solange das Niveau stimmt. Aber wie du schon schriebst: Den Fettnapf haben wir nun beide betreten. Also Wurzelbürste statt Weichspüler. Obwohl mein Beispiel gar nicht so extrem ist. Es gibt genüge Seen, in denen die Alten gepflegt und gehätschelt werden. Kostet keinen Neubesatz und der Fun bleibt erhalten.
    Gruß vom Mattes

    Zuhause ist da, wo das Land platt ist, Kühe und Pappeln rumstehn, der Nebel wabbert und Diebels getrunken wird.


  5. #45

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    AW: C&R-Diskussion

    Hi Mattes,
    "meine" Sackfischer z.T. mit zugehörigem Anhang kannst du jedes Wochenende in ganzen Rudeln z.B. am Rhein begutachten und deren Verhalten am Wasser lässt keinerlei Zweifel an ihrer Einstellung zu Rücksichtnahme, Natur und Kreatur aufkommen.
    Abgesehen vom Abknüppeln jeder Gräte, kann mich an den Hochwassermüll der 70er und 80er Jahre noch sehr gut erinnern. Die Verhältnisse Hochwasser-/Wochenend-Müll ähneln sich sehr stark, mit dem Unterschied, dass das Hochwasser nur 2-3 mal jährlich auftritt.
    Zurück zum C&R.
    Gruß vom platten Niederrhein

  6. #46

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    AW: C&R-Diskussion

    Tierschutz: Junger Angler muss 528,50 Euro Bußgeld zahlen.

    http://google.com/newsstand/s/CBIww4XgmTU
    SAC Dörnberg Kalkofen

  7. #47
    Moderator Avatar von Steini (verstorben am 06.09.2019)
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    AW: C&R-Diskussion

    Zitat Zitat von Lahnfischer Beitrag anzeigen
    Tierschutz: Junger Angler muss 528,50 Euro Bußgeld zahlen.

    http://google.com/newsstand/s/CBIww4XgmTU
    Nun beginn halt das was schon lange in Gesetzen verankert wurde.
    Es wird vermehrt auch umgesetzt....
    Es fließt in die Fischereigesetze ein und Einzelfälle werden entsprechend verurteilt.

    Der gute Angler, den das der Gesetzgeber vor Augen hat, angelt halt nur um Fisch zu nutzen.
    Gut ist, wer sich dabei an Begrenzungen und Auflagen hält, selbst wenn er gewissenlos Raubbau betreibt.
    Vernunft, Rücksicht all das sind Dinge die unwichtig erscheinen, denn für so etwas gibt es ja Fachkräfte, welche Regelungen einbringen sollen.

    Das ist traurig weil es Fachkräfte und Regelungen eben eher deshalb gibt weil Vernunft und Rücksicht bei vielen durch Gier und Raubbau ersetzt worden.
    Wir brauchen nicht mehr Fachkräfte oder mehr Regeln sondern Menschen welche Rücksichtsvoller mit der Natur umgehen.
    Ich denke wer ein Tier auf Nahrung reduziert oder Angeln auf Nahrungsgewinnung, beweist das er keine Achtung vor der Kreatur hat und Ihm Naturerhalt eher fremd ist.
    Natur wird dann zur Nutzungsfläche, Fische zu Nahrung, welche man einbringen kann um zu ernten.
    Aber das große Ganze, einer eher vom Menschen wenig veränderten Natur ist da völlig vergessen.

    Der Junge hat einen Fisch gefangen und wieder zurückgesetzt, das ist wahrlich ganz schlimm.
    Kaum schlimmer wie als Städter in die Natur zu fahren um sich Natur einmal ohne Grund anzusehen.

    Andere entnehmen legal was nur geht und werden nicht bestraft.
    Weitere entnehmen legal was geht und werden von einer seltsamen Fischereipolitik zum Schutze der Fische gezwungen, Überschüsse tot freizugeben.
    Millionen Fische werden wohl jährlich besetzt in Gewässer welche Ihren Ansprüchen nicht gerecht werden oder nicht mehr werden, mehrheitlich sterben sie dann.

    Letzteres ist alles legal...

    Das wahrlich traurige daran ist das man in Deutschland versucht die Angler im Sinne eines seltsamen Tierschutzes zu erziehen.
    Seltsam, weil es international gerade von Fachkräften und Nutzern immer mehr die Bestrebung gibt, Angeln von dem reinen Nutzungsgedanken zu trennen, um möglichst wenig in die Natur einzugreifen.
    Gruß Steini

  8. #48
    Avatar von Günter
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    AW: C&R-Diskussion

    Warum müssen Angler ihre Fänge so in der Öffentlichkeit Präsentieren ?
    Hätte er sie gefangen evtl. Privat Fotos gemacht und zurückgesetzt, währe nichts passiert !!

    Wo kein Kläger da kein Richter....!!

    Ein Jäger wird seinen Abschuss auch nicht öffentlich präsentieren...
    Wir werden das Wasser erst missen, wenn die Quellen versiegt sind.

  9. #49
    Moderator Avatar von Steini (verstorben am 06.09.2019)
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    AW: C&R-Diskussion

    Zitat Zitat von Günter Beitrag anzeigen
    Warum müssen Angler ihre Fänge so in der Öffentlichkeit Präsentieren ?
    Hätte er sie gefangen evtl. Privat Fotos gemacht und zurückgesetzt, währe nichts passiert !!
    Weil Ihnen von Angelmedien vorgemacht wird, das das richtig sei und das "gute" Angler das halt tun.
    Weil sie sich oft keiner Schuld bewusst sind, sondern stolz zu C&R stehen.
    Kurz weil sie geltungssüchtig, unwissend und oft Doof sind.

    Sie Frage ist wie geht ein Verein mit Jemanden um der aus Geltungssucht, Unwissenheit und Dummheit seinen Genossen Probleme bereitet.
    Aufklärende Gespräche können helfen, Diskussionen erübrigen sich eigentlich.
    Gruß Steini

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