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Thema: Das Grundelproblem

  1. #31

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    AW: Das Grundelproblem

    Hallo Steini,
    ich finde es wichtig, dass auch nach dem Besatz evaluiert wird, ob die Maßnahmen etwas gebracht haben und nicht die Fehler immer wieder zu wiederholen.

    So wie ich jetzt gelesen haben, ist eigentlich nur der Besatz mit Karpfen, Aal und Regenbogenforellen überhaupt sinnvoll, solange es nicht Extremereignisse gegeben hat oder neue Arten angesiedelt werden müssen. Dabei denke ich an Fischsterben jeglicher Art (Umkippen, Austrocknen, Gift), Hochwasserwellen oder eben dass z.B. nichtvorhandene Zander, Welse, Hechte eingeführt werden.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass bei allen Naturschutzgedanken der einfache Angler hauptsächlich etwas in den Kescher haben möchte. Und wenn es aufgrund der Kormorane nur Grundeln und massenweise kleine Barsche gibt, dann müssen eben RBFs und Karpfen herhalten. Selbst wenn das dem Naturschutzgedanken widerspricht.

  2. #32
    Moderator Avatar von Steini (verstorben am 06.09.2019)
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    AW: Das Grundelproblem

    Zitat Zitat von ralle80 Beitrag anzeigen
    Hallo Steini,
    Ich bin immer noch der Meinung, dass bei allen Naturschutzgedanken der einfache Angler hauptsächlich etwas in den Kescher haben möchte. Und wenn es aufgrund der Kormorane nur Grundeln und massenweise kleine Barsche gibt, dann müssen eben RBFs und Karpfen herhalten. Selbst wenn das dem Naturschutzgedanken widerspricht.
    Ich bin vermehrt der Meinung, das selbst solche Arten wie der Hecht (regional) vermehrt Schutz vor den Menschen benötigen, wenn sie Ihrer Aufgabe in der Natur nachkommen sollen.
    Wenn ich mir überlege das über 1000 Angler trotz Besatz 53 Hechte auf einigen hundert ha ernten, dann müsste man fast schon den Totalschutz einfordern, damit sie vielleicht Ihrer Aufgabe nachkommen können.
    C&R wäre da vielleicht noch vertretbar...
    Ist ja nur die einzige bei uns im Fluß einst heimische Raubfischart.
    Bedeutet es wäre die einzige Raubfisch-Art, die im Sinne des Naturschtzes wirklich Schutz verdient.

    Mir scheint das es vielen gar nicht mehr um Aufgaben der Arten geht, sondern um Ertrag und Fang.
    Gruß Steini

  3. #33

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    AW: Das Grundelproblem

    Das stimmt nicht. Wenn aber offensichtlich trotz Besatzmaßnahmen keine Ertragssteigerung beim Hecht erfolgt, müssen diese Maßnahmen auf dem Prüfstand. Tausende € für etwas nicht funktionierendes auszugeben ist nicht gut.
    Evtl. müssen Besatzhechte noch größer sein. Vielleicht ist es sinnvoller, ganzjährig Hechte zu schonen. Allerdings ist das schwer zu kontrollieren und findet vielleicht wenig Akzeptanz bei den Anglern.

    Ich habe bei uns am Rhein nie verstanden, wenn der selten gefangene Hecht entnommen wird anstatt diesen vorsichtig freizulassen. Aber so ticken leider viele Angler, was durch fragwürdige Urteile bzgl. C&R verstärkt wird.

    Erinnert mich am Neckar, wo mit viel Geld erfolglos versucht wurde, Hechte vermehrt anzusiedeln, während gleichzeitig der Wels mit einem Enthnahmezwang versehen wurde.
    Geändert von ralle80 (05.02.19 um 16:57 Uhr)

  4. #34
    Moderator Avatar von Steini (verstorben am 06.09.2019)
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    AW: Das Grundelproblem

    Zitat Zitat von ralle80 Beitrag anzeigen
    Das stimmt nicht. Wenn aber offensichtlich trotz Besatzmaßnahmen keine Ertragssteigerung beim Hecht erfolgt, müssen diese Maßnahmen auf dem Prüfstand. Tausende € für etwas nicht funktionierendes auszugeben ist nicht gut.
    Evtl. müssen Besatzhechte noch größer sein.
    Ich gebe Dier recht.
    Aber es ging mir auch nicht um den Ertrag, sondern darum etwas gegen die Grundel zu versuchen.
    (In einem Gewässer in dem kaum Hechte aufkommen)
    Ich bin schon lange der Meinung, das man auf Raubfischbesatz besser verzichten kann.
    Es bringt kaum Ertragssteigerungen, bringt alles durcheinander und kostet viel Geld.
    Über die Jahre hat sich das auch bestätigt, das es fast immer ohne geht, ohne das es bemerkt wird.
    (Arlinghaus hat es Mir dann auch nur noch mal bestätigt, wie dumm es ist wenn man keinen Grund hat)
    Wie geschrieben es war ein Versuch etwas gegen die Grundeln zu tun, was vielleicht die Abwehrkräfte der heimischen Natur stärkt.
    Aber es scheint, eben nicht möglich unter heutigen Umständen.

    Nun sind Andere am Zug, da werden dann wohl bald wieder mehr Raubfische wie der Zander besetzt.
    Ich hatte es mehr mit Ansiedlung, Impfen Karpfen, Wanderfischen und Besatzoptimierung.
    Dieses Auffüllen für Erträgs Träume ist halt teuer und oft unsinnig.
    Gruß Steini

  5. #35

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    AW: Das Grundelproblem

    Ich finde es sehr gut, dass du es versucht und evaluiert hast. Wenn eine Sache nicht funktioniert, muss man Alternativen suchen. Wenn Kartoffeln nicht wachsen, der Weizen auch nicht, dann macht man entweder eine ökologische Wiese oder wieder Mais. So auch mit dem Gewässer.

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