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Thema: Kamber-Krebse gehen an Land,...warum?

  1. #11
    GW-Forum Team Avatar von Thomas
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    AW: Kamber-Krebse gehen an Land,...warum?

    Ja, Kamberkrebse ("Amerikan. Flusskrebse", Orconectes limosus) kenne ich aus dem Berliner Raum schon seit Junganglertagen. Sie hatten kein Schonmaß, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, seinerzeit gab es sogar ein Rücksetzungsverbot/Entnahmegebot an der Unterhavel.

    Ja, selbstverständlich können bei der Bewirtschaftung von Gewässern Fehler gemacht werden.
    Das ist allzu menschlich, aber es bleiben eben Fehler.

    Nun, nicht jede Art, die ihr Verbreitungsgebiet ausweitet, ist auch gleich ein Neozoon oder eine Neophyte.

    Bei Karpfen und Zandern darf man inzwischen wohl von einheimischen Fischarten sprechen, auch wenn der Mensch eine bedeutsame Rolle bei der Ansiedlung und Ausbreitung gespielt hat.
    ~~~

    Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
    (Aphorismus von G.C. Lichtenberg)


    Gruß Thomas

  2. #12
    Moderator
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    Avatar von Steini
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    AW: Kamber-Krebse gehen an Land,...warum?

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Bei Karpfen und Zandern darf man inzwischen wohl von einheimischen Fischarten sprechen, auch wenn der Mensch eine bedeutsame Rolle bei der Ansiedlung und Ausbreitung gespielt hat.
    Wenn Du den Zander so betrachtest, dann gilt das wohl auch für den Kamber, die R.F und auch die Wollhandkrabbe.
    Sie eint der Zeitraum Ihrer Verbreitung in weiten Teilen Deutschlands.

    Für den Karpfen weniger, dessen Verbreitung liegt viel weiter zurück und ist im Kalten Norden wohl auch nie invasiev abgelaufen.
    Sollte an der Aussage etwas drann sein das der Edelkrebs eigentlich aus dem Süden stammt, dann ist er wohl ähnlich früh verbreitet worden, sich aber viel invasiever verbreitet..
    Aber das alles sind nur Gedanken.
    Fakt ist das es dort ein abgeschlossenes Gewässer ohne Krebse gab, wo Besatzfische, Wasservögel und Angler regelmäßig die Krebspest einschleppen könnten.
    Es ist kein Bestand gefährdet worden und das Gewässer ist so gesehen für Edelkrebse auch nicht geeignet gewesen.
    In der ganzen Region ist der Edelkrebs verschwunden, auch wenn es einzelne Besatzversuche in 25 km entfehrnung gab, in Gewässer mit Kamber und Signalkrebs.
    Aber der Kamber ist hier die längst überall vorkommende Krebsart geworden, neben Anderen Ami-Krebsen.

    Was Du denkst ist ja nicht falsch, zeigt aber auch Träumerei..und Extremismus.
    Dort wird nie ein Krebs von Allein hinein oder hinaus gelangen.
    Selbst wenn man dort Edelkrebse ansiedeln würde, wäre es eine Insel im Feindesland die sie nie verlassen könnten.
    Diese müsste man dann aber vor Anglern und Besatzfischen aus verseuchten Gebieten schützen, ergo eigentlich die Nutzung verbieten.
    Selbst wenn man das Alles tun würde, wäre es Augenwischerei, so einen Inselbestand wie im Zoo zu erschaffen.
    Sieht gut aus aber hilft der Natur und den Menschen gar nichts und mittelfristig würde da doch wieder die Krebspest den Bestand erreichen und vernichten..


    Man sollte sich den Veränderungen und Wahrheiten ruhig stellen.
    Darum betrachte ich den Zander ja auch kritisch als invasieve vom Mensch verbreitete Art und kann doch für den Schutz des Bestandes sein und Ihn gar wenn es passt besetzen wollen.
    Da brauche ich mir gar nicht einreden er wäre ja "nun" heimisch....nur weil er so beliebt ist.
    Aber ich mag auch nicht den Absolutismus mit seinen von der Realität überholten Feindbildern.
    Dabei staune ich wie lange der Zander so unkritisch gesehen wurde, in diesem angeblich so umweltbewussten Volk.
    Ich bin Laie, Du nicht, da wundert es mich wenn Du und nicht Ich, beim Kamber anders denkst wie beim Zander.

    Aber Fakt ist, das dort nun der Kamber angesiedelt wurde und das sie scheinbar aus dem Wasser flüchten, auch wenn sie dort immer noch selten sind.
    Das Warum war die Frage, oder der Hinweis auf ähnliches vor Ort zu achten.
    Ich hänge mal an das der Kamber in einigen Gewässern hier nach über 40 Jahren kaum noch vorhanden scheint und auch sonst teilweise große Bestandsschwankungen zeigt.






    .



    Aber so wie es nun für mich ausschaut, nicht mal für den robusteren Kamberkrebs geeignet gewesen.
    Gruß Steini

  3. #13
    GW-Forum Team Avatar von Albert
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    AW: Kamber-Krebse gehen an Land,...warum?

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Sie hatten kein Schonmaß, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, seinerzeit gab es sogar ein Rücksetzungsverbot/Entnahmegebot an der Unterhavel.
    Ich hatte 1972 +1973 beim Zelten am Langer See in Müggelheim/große Krampe im Dunkeln in 3 min. 10 amerikaner gefangen und gekocht. Der See war voll mit der Art. 1975 oder so wurde in der Angelzeitschrift auf die Massen in den Seen im Südosten Berlins aufmerksam gemacht. Das Girl aus Schmöckwitz war aber kein Gourmet und so habe ich die Krebse links liegen lassen.
    1973 gab ich dem Mädchen den Laufpass. War wohl O.T.
    Gruß
    Albert

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