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Thema: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesatz?

  1. #11
    Moderator Avatar von Steini
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    @Ralle
    Ihr habt da Grundeln im Himmelsteich?
    Das finde ich interessant, denn dann sollte es ja auch festen Untergrund und Steine geben.
    Wenn das eingeschleppte Schwarzmundgrundeln sind, dann ist meine Aquariumerfahrung das die recht empfindlich sind.
    Gruß Steini

  2. #12
    Moderator Avatar von Steini
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    (Nachtrag vorab.
    Da bin ich wohl mit Euch und Euren Gewässern durch einander gekommen.)


    Ich will jetzt nicht selbst suchen, aber ich meine die Aussagen von Karpfendichten die dann Probleme machen liegen weit über 50 Kg Ha....

    Ich kann nur sagen das Ich auf Karpfen als Alternative setzte, als Raubfischangeln immer populärer wurde und der Aal, Schlei und Raubfisch selten wurde.
    (Ich habe versucht sie so zu besetzen das sie nicht Kormoranfutter wurden, und siehe da bei gleicher Gewichtsmenge der besetzten Karpfen, wurden sie plötzlich 5-7 mal öfter als entnommen gemeldet.)
    Die Vögel und den Frassdruck, konnte ich nicht verhindern.
    Ergo bleiben nur Verständnis für Zurücksetzen und P&T und Überzeugungsarbeit das Karfen nicht alle und immer nach Modder schmecken.
    Es war wie R.A schreibt, der Besatz der am erfolgreichsten war.
    Aal, Schleien, Hecht, Wanderfisch oder gar Zanderbesatz sind da viel teuerr und oft auch unsinniger.

    Nur ist der Besatz mit Karpfen ja aus der Mode, derzeit ist Aal, Krebs und Zanderbesatz in.

    Ganz "Gute" würden am liebsten gar nicht mehr besetzen und oft gar alles Ungeschützte entnehmen.
    Wenn dann schon 10 Kg KarpfenHa gefährlich sind, sollten sie Verständnis haben wenn 1 Angler je Ha schon zu viel erscheint.
    Schade das wir da wohl nicht genug Wasserflächen und Fische haben.
    Gruß Steini

  3. #13
    GW-Forum Team Avatar von Albert
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Zitat Zitat von ralle80 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die Antworten.
    Das ist ja das Problem. Wir haben große Karpfen und kommen sicher auf 50kg pro ha, aber nur mit 5 Fischen je ha. Es findet auch keine Entnahme statt.
    Allerdings fehlen Weißfische komplett und wir haben dafür Grundeln und unter handlange Barsche in Massen.

    Die Angler wollen etwas brauchbares fangen und viele Mitglieder verlassen den Verein.
    Wenn nicht Erfolge kommen, können wir unsere Pachtgewässer aufgehen und der große überregionale Verein wird das Gewässer übernehmen und haben dann wahrscheinlich ganz schnell die 150kg Karpfen/ha.
    Das ist das Dilemma, in welchen alle Gewässerwarte stecken. Ein großes Gewässer von 20 Ha, schnell gealtert, mit vielen Nährstoffen ausgestattet.
    Aber die Mitglieder fangen kaum. Fundierte Möglichkeiten der Ursachenanalyse und der Entwicklung werden da keine Chance haben. Denn das braucht seine Zeit.
    Gruß
    Albert

  4. #14
    Themenstarter

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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Wie ich schon schrieb, hauen Nachbarvereine ihre Tümpel voll mit Karpfen und die Mitglieder verweisen darauf.
    Ich möchte schon gar nicht an die nächste Versammlung denken.

    Die meisten Angler meinen, einfach Hechte, Zander, Weißfische und Karpfen in Massen reinkippen, schon wird alles besser. Keiner liest sich in die Materie ein oder ist für weitere Argumente zugänglich.
    Aber auch unter den GW gibts viele unterschiedliche Ansichten, wie die Besatzmaßnahmen der Nachbarn zeigen.

  5. #15
    Themenstarter

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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Heute hatten wir die Mitgliederversammlung. Der GW hat sich gegen Karpfenbesatz ausgesprochen und die große Mehrheit der Anwesenden hat dafür gestimmt. Es waren ca. 80% der Anwesenden nicht einmal in den letzten Jahren angeln. Die 20% der Aktiven enthielten sich und stimmten dagegen.

    Ist schon interessant, wie die nichtangelnde Mehrheit den Besatz beeinflusst, aber in einer Demokratie zählt jede Stimme gleich. Was ich übrigens gut finde.
    Wahrscheinlich wird damit die Zahl der Aktiven weiter sinken.

  6. #16
    Moderator Avatar von Steini
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Zitat Zitat von ralle80 Beitrag anzeigen
    Heute hatten wir die Mitgliederversammlung. Der GW hat sich gegen Karpfenbesatz ausgesprochen und die große Mehrheit der Anwesenden hat dafür gestimmt. Es waren ca. 80% der Anwesenden nicht einmal in den letzten Jahren angeln. Die 20% der Aktiven enthielten sich und stimmten dagegen.

    Ist schon interessant, wie die nichtangelnde Mehrheit den Besatz beeinflusst, aber in einer Demokratie zählt jede Stimme gleich. Was ich übrigens gut finde.
    Wahrscheinlich wird damit die Zahl der Aktiven weiter sinken.
    Klingt für mich ungewöhnlich...
    Das so viele nicht aktive eine Versammlung besuchen und die Aktiven und Nichtangler so klar unterschiedlich abstimmen.
    Wobei ich es auch nicht kenne das die Versammlung dem G.W vorgibt was Er zu besetzen hat.
    Er muss seinen Standpunkt aber auch vertreten und überzeugen.....
    Gruß Steini

  7. #17
    GW-Forum Team Avatar von Georg
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Zitat Zitat von Steini Beitrag anzeigen
    Klingt für mich ungewöhnlich...
    (...)
    Wobei ich es auch nicht kenne das die Versammlung dem G.W vorgibt was Er zu besetzen hat.
    ...
    Kenne ich so auch nicht und halte ich auch für groben Unfug, wozu dann einen Gewässerwart?

  8. #18
    Themenstarter

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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Ist doch okay, wenn der GW seinen Besatzplan erklärt und diesen absegnen lässt. Erhöht die Transparenz und und macht den Vorstand unangreifbar.

  9. #19
    GW-Forum Team Avatar von Georg
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Wenn ein GW Transparenz gegenüber den Mitgliedern übt, ist das schon in Ordnung,
    es ist jedoch nicht in Ordnung, wenn die Hegeaufgabe des GW durch die Mitglieder beeinflusst wird,
    wie z.B. durch eine Abstimmung bezüglich des Besatzes.
    Wer steht denn in der Verantwortung? Der GW oder die "abstimmenden Mitglieder"?
    Würde irgendeiner dieser passiven Angler, wie Du geschrieben hast, die Verantwortung übernehmen, wenn was schief läuft?

  10. #20

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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Hallo zusammen
    sehr interessante Thematik und wir haben ein ähnliches Problem.
    Zwar zum Glück noch keine Grundeln aber auch bei uns kommen die Weißfische nicht hoch.
    Wir haben einen Baggersee von ca. 28 ha und eigentlich einen recht guten Bestand an Hechten, Karpfen und auch Welsen.
    Barsche haben wir überdurchschnittlich.
    Spezialisierte Angler kommen auf bis zu 1700 Barschen im Jahr, natürlich auch mit erheblichem Einsatz von Zeit.
    Aber ab Juni-Juli sind 30-40 Barsche pro Tag oft kein Problem.
    Und da liegt wohl auch das Problem.
    Wir haben zusammen mit dem Rheinischen Fischereiverband im letzten Spätsommer-Herbst eine Stellnetzbefischung mit verschiedenen Maschengrößen durchgeführt.
    Alle Fischarten sind in verschiedenen Größen gefangen worden.
    Nur bei der kleinsten Maschengröße ist aufgefallen das überdurchschnittlich viele 0er Barsche (B 0) also Fische aus dem Frühjahr , und kaum 0er Rotaugen (R 0) vorhanden sind.
    Einige 0er Zander (Z 0) waren auch vorhanden.
    Da die Barsche vor den Rotaugen und Zandern laichen ernähren sie sich von der Rotaugenbrut des selben Jahres und auch für die Zanderbrut bleibt nichts übrig wenn zu viele Barsche da sind.
    Wir haben dann nach Empfehlung Zander in einer Größe von ca. 18-23 cm als Barschprädatoren eingesetzt.
    Der Plan ist das die Zander sich von den B 0 ernähren und so eine Chance für die Weißfischbrut besteht.
    Der nächste Plan ist anstelle von Rotaugen jetzt Rotfedern zu besetzten da sie sich im Verhalten unterscheiden.
    Rotfedern nutzen mehr Deckungsmöglichkeiten als Rotaugen.
    Zusätzlich muss man natürlich auch Deckungen schaffen durch Bepflanzung und Totholz.

    Gruß
    Frank

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