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Thema: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesatz?

  1. #21
    Moderator Avatar von Steini
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Viel Glück Frank.
    Rotfedern lieben Pflanzen, aber als Nahrung und nicht als Deckung.
    Sie sind viel leichter zu befischen und zu bemerken.
    Die Rotaugen können verdammt versteckt und vorsichtig sein, Rotfedern eher nicht.
    (Teilweise habe ich schon erlebt das Sie unter Schwimmgräsern blieben und sich kaum ins Freie trauten)

    Ich liebe die Rotfedern, haben aber auch Ihren Rückgang in den letzten 40 Jahren erlebt.
    Also bei uns ist sie nur noch in einzelnen Gewässern häufiger aber meist schon ganz verschwunden.
    Bei uns sind sie seit den 90er fast überall aus den Gewässern verschwunden und viele Angler mögen sie gar nicht mer entnehmen)
    Ich hoffe bei Euch im See gibt es genug Pflanzen, nicht das man die auch noch anpflanen muss.

    Anders herum, Barsche sind super Speisefische und wenn Ihr paralel Hecht, Zander Wels und weitere habt, warum dann mit Gewalt Weißfische im Bestand hochbringen.
    Oder geht es darum, immer etwas verbessern zu müssen?
    Gruß Steini

  2. #22

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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Anders herum, Barsche sind super Speisefische und wenn Ihr paralel Hecht, Zander Wels und weitere habt, warum dann mit Gewalt Weißfische im Bestand hochbringen.
    Oder geht es darum, immer etwas verbessern zu müssen?
    Hallo Steini,

    eigentlich geht es um das große Ganze.
    Die Zander pflanzen sich fort aber die Brut hat über den Winter nix zu fressen da die Barsche alles weg hauen.
    Wir setzen jedes Jahr 300-500 kg Rotaugen, aber bei der Bestandsaufnahme findet man fast nur Fische in der besetzten Größe oder größer.
    Eine Reproduktion ist so gut wie nicht vorhanden oder kommt nicht hoch.

    Gruß
    Frank

  3. #23
    Moderator Avatar von Steini
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Zitat Zitat von F.Bast Beitrag anzeigen
    Hallo Steini,

    eigentlich geht es um das große Ganze.


    Gruß
    Frank
    Das Große Ganze wäre wohl eine Bewirtschaftung mit möglichst wenig Besatz auskommt und welche die Gegebenheiten nutzt und fördert.
    Euer See scheint derzeit für Rotaugen nicht sonderlich geeignet zu sein oder Ihr besezt einen falschen Rotaugenstamm, vielleicht erschafft Ihr mit den Besatzfischen aber auch Verdrängung des internen Nachwuchses.
    Solche Barschgewässer gehen oft mit Pflanzenarmut, klarem Wasser und Verbuttung bei den Barschen einher, passt das bei Euch?


    Ich weiß nun noch nicht wie groß bei Euch die Barsche werden, aber ein guter Barsch ist wohl mit das Beste was man sich an Speisefisch aus einem Baggersee nur wünschen kann.
    Man muss nicht überall versuchen den fremden Zander hochbekommen zu wollen, der nicht mal besser schmeckt wie ein Barsch.
    In vielen Seen kommt der Zander gar nicht so recht klar.
    Vermutlich habt Ihr nur den See, reichlich Besatzgeld und den Wunsch möglichst viele Arten fangen zu können?
    Gruß Steini

  4. #24

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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Hallo Steini,

    Pflanzenarmut kann man wirklich nicht behaupten.
    In den Flachbereichen wächst das Kraut teilweise so gut das die Enten im Sommer darauf sitzen können.
    Neben den Krautflächen gibt es aber auch noch ausreichend kiesige Bereiche und das Wasser ist teilweise selbst im Sommer sehr klar.
    Der Besatz mit Rotfedern und Barschprädatoren ist eine Empfehlung von den Fischereibiologen die auch die Netztbefischung durchgeführt haben.
    Eine Chemisch-biologische Untersuchung mit Probennahme ist schon im Herbst durchgeführt worden, und bald wird noch eine folgen.
    Wir hoffen das wir dann klarer sehen.
    Barsche bis über 40cm sind immer möglich und welche von 50 cm werden auch gefangen.
    Und die 20er Barsche gibt es in rauhen Mengen.
    Ich bin da ganz gut unterichtet da mein Schwiegersohn zu den spezialisierten Anglern gehört die immer mit dem Boot untewegs sind und vertikal auf die Räuber fischen.

    Gruß
    Frank

  5. #25
    Moderator Avatar von Steini
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Schein ein tolles Gewässer zu sein um das Euch viele beneiden würden.
    Kann Es sein das Ihr den Hecht da recht kurz haltet?
    Dort also recht intensiev auf Raubfisch gefischt wird.?
    Ich habe da jezt ein Gewässer ähnlicher Größe bei uns vor Augen, wo mir 1-3 Raubfischangler am Tag schon viel erscheinen.
    (Auch dort waren Rotaugen mal total für Jahre eingebrochen sind aber nun schon seit Jahren wieder voll da. Ich weiß bis heute nicht woran es wirklich lag.
    Aber erhohlt haben sie sich, als wir den Raubfischbesatz da über viele Jahre völlig einstellten und nicht mehr wie toll massenhaft Zander besetzten.
    Gleichzeitig lichteten wir die Bäume aus und ein Blaualgenproblem durch Abwassereinleitung wurde behoben.
    Die Fangzahlen bei Raubfischen haben sich stabilisiert und liegen heute seit Jahren fast so hoch wie mit Besatz.
    Vorrangig Hecht (Maß 60cm),Barsch und seltener Quappe, Zander und Wels werden immer noch gefangen und kleinere Friedfische gibt es nun wieder reichlich.)
    Gruß Steini

  6. #26
    GW-Forum Team Avatar von Thomas
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Hallo Frank,


    zum Baggersee:

    a) Wie tief sind denn diese 28 ha ... durchschnittlich und auch maximal?
    b) Im Sommer teilweise meist sehr klar, hieß es ... welcher Trophiestufe gehört der See denn nach chemisch-biologischer Probenentnahme an?
    c) Kraut in den Flachwasserbereichen? Welcher Art?
    ~~~

    Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
    (Aphorismus von G.C. Lichtenberg)


    Gruß Thomas

  7. #27
    GW-Forum Team Avatar von Georg
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Zitat Zitat von F.Bast Beitrag anzeigen
    (...)
    Spezialisierte Angler kommen auf bis zu 1700 Barschen im Jahr, natürlich auch mit erheblichem Einsatz von Zeit.
    Aber ab Juni-Juli sind 30-40 Barsche pro Tag oft kein Problem.
    Und da liegt wohl auch das Problem.
    (...)
    Wir haben dann nach Empfehlung Zander in einer Größe von ca. 18-23 cm als Barschprädatoren eingesetzt.
    Der Plan ist das die Zander sich von den B 0 ernähren ...
    Nabend Frank, was Du hier schilderst, stimmt mich nachdenklich.
    Wenn ich die o.g. (Fang)zahlen sehe und gleichzeitig die Empfehlung Zander zu besetzen, um die Barsche zu reduzieren,
    frage ich mich ernsthaft, wie hoch wohl die Entnahme von Barschen in diesem Gewässer sein dürfte.
    Zum anderen dürften sich wohl auch die älteren Barsche am eigenen Nachwuchs gütlich tun,
    bei solch niedrigem Weissfischaufkommen sollten die nun nicht gerade wählerisch sein, wozu dann die Zander?

  8. #28

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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Ja, was die Entnahme angeht muss ich sagen das die eher gering ist.
    Da kann man die Leute auch nicht überzeugen das eine Entnahme den Fischbeständen zu Gute käme.
    In wie weit die größeren Barsche sich von kleineren ernähren kann ich nicht sagen aber ich war bei der Netzbefischung dabei und hab die Resultate in den Netzen mit eigenen Augen gesehen.
    Speziell in den engmaschigen Netzen war der Anteil der Fische aus dem selben Jahr zu 80% Barsche.

  9. #29
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    AW: Karpfen als Antwort auf Grundel und Kormoran. Gibt es Erfahrungen zum Karpfenbesa

    Dann müsste man die großen Barsche drin lassen und die kleinen konsequent entnehmen. In der Regel läuft es umgekehrt.

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