Seite 2 von 2 ErsteErste 1 2
Ergebnis 11 bis 14 von 14

Thema: Fangmeldungen und ihre Auswertung.

  1. #11
    GW-Forum Team
    Themenstarter
    Avatar von Steini
    Registriert seit
    28.12.2010
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    2.417

    AW: Fangmeldungen und ihre Auswertung.

    Zitat Zitat von Günter Beitrag anzeigen
    Der Rückgang der Fang Meldungen liegt nicht nur an der Besatz-Politik sondern an mehreren Ursachen.
    Bei uns im Verein in Franken (Bayern) gehen die Fang Meldungen bei bestimmten Fischarten auch zurück, besonders beim Aal. Die Ursache sehe ich auch durch die immer größere Anzahl der Prädatoren wie Kormoran, Reiher, Reiherenten und jetzt der Fischotter. Ich vergleiche jetzt seid 30 Jahren unsere Fang Auswertungen mit den ersten auftreten der ersten Prädatoren. Dabei ist eine Auswirkung zur Fangmenge schon zu erkennen. Natürlich spielen da auch Umwelteinflüsse wie Klima und Gewässerzustand eine Rolle.
    Bei Euch würde es vermutlich gar keine Aale mehr geben, ohne Besatz...
    Da würden die Prädatoren sicher sehr traurig sein....
    Aber das meine ich ja, man kann mit immer höherem Besatzmengen eine heile Welt vortäuschen.
    In Wahrheit aber immer mehr eine P&T-Bewirtschaftung betreiben.
    Der Staat tut viel dafür das Besatz immer mehr der Normalfall ist und nicht die Ausnahme.
    Er soll zwar Artenvielfalt und Eigenheiten erhalten, auf Tierschutz achten und die Natur zur Nutzung durch Menschen erhalten, aber so recht gelingt das nicht.
    Ergo soll wenigstens die Illusion erhalten bleiben, also braucht es dauerhaften Fischbesatz ungeachtet der Folgeprobleme.
    Gruß Steini

  2. #12
    GW-Forum Team
    Themenstarter
    Avatar von Steini
    Registriert seit
    28.12.2010
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    2.417

    AW: Fangmeldungen und ihre Auswertung.

    Zitat Zitat von Steini Beitrag anzeigen
    Passt hier nicht so wirklich, aber na ja.

    Eben zusammen die Fangmeldungen ausgewertet.
    Beim Aal geht es weiter um 25% runter, bei anderen Arten schaut es ähnlich aus.
    Himmel Arsch und Zwirn, wir haben nun bald 1500 Mitglieder und reichlich Gewässer, bei stetig sinkenden Fängen und immer aufwendigerer Befischung.
    Durch Veränderungen beim Besatz haben wir beim Karpfen und Schlei wieder einige Fänge, aber auch die sinken weiter.
    Hätte ich die 80er und 90er Jahre nicht selbst erlebt, würde ich einen solchen Fischreichtum gar nicht mehr glauben.

    Die Fänge von besetzten Fischarten sind so schlecht, das man sich überlegen könnte überhaupt noch zu besetzen oder lediglich einen Forellenpuff mit P&T zu betreiben.
    Wobei das bei uns vor allem Aal, Meerforelle, Lachs, Schlei und Karpfen betrifft.
    Warum so einen Aufwand treiben, für 15 Schleien, 13 Forellen etwas mehr als 100 Hechte, 100 Karpfen, knapp 400 Zander oder 600 Aale, einigen Welsen und Einzelnen Quappen und Lachsen.
    Ja es ist der fremde Zander der sich immer noch ganz gut behauptet, auch wenn wir da einst weit mehr als 1000 St hatten.
    Ich habe schon öfter solche Zahlen je Angler geschrieben.
    Sie sind so unglaublich gering, das Niemand sie glaubt.

    Aber dabei nie vergessen ein guter deutscher Angler soll ja nur Angeln wenn er den Fisch auch isst und auch nur wenn genug Fisch nachwächst.
    Wie soll das gehen da ist nichts mehr über....Es ist zu heulen.
    Nun gibt es die Gesamtzahlen für über 5000 Angler und einen Fischer.
    So wie die Zahlen sind, meldet ein regional fischender Fischer mit relativ wenigen Reusen deutlich mehr Aale wie alle Angler zusammen.
    Die Aalfänge durch Angler sind weiterhin rückläufig, die geförderten teuren Besatzaktionen scheinen da wenig zu wirken.

    Nur sollte man wissen das unterhalb Bremens in der Übergangszone, ja noch ein Vielfaches an Reusen lauert.
    Dort halt wo die Fischerei kaum überwacht wird und Reusen-Scheine billig sind.
    Freie Fische sind halt Freiwild, wenn der Verantwortliche sich nicht kümmert.


    Auch sonst weinig Neues, es geht alles weiter gen Süden.
    Gruß Steini

  3. #13

    Registriert seit
    17.10.2013
    Beiträge
    30

    AW: Fangmeldungen und ihre Auswertung.

    Werden alle gefangenen Fische in die Karte eingetragen? Oder nur die entnommenen?

    Interessant wäre es sicherlich wie viel zurück gesetzt wird.

    Für Lachs, Meerforelle und Aal würde ich generell ganzjährig schonen bzw. beim Aal nur eine geringe Entnahme zulassen.

  4. #14
    GW-Forum Team
    Themenstarter
    Avatar von Steini
    Registriert seit
    28.12.2010
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    2.417

    AW: Fangmeldungen und ihre Auswertung.

    Zitat Zitat von Loki Beitrag anzeigen
    Werden alle gefangenen Fische in die Karte eingetragen? Oder nur die entnommenen?

    Interessant wäre es sicherlich wie viel zurück gesetzt wird.

    Für Lachs, Meerforelle und Aal würde ich generell ganzjährig schonen bzw. beim Aal nur eine geringe Entnahme zulassen.
    1.Nur Entnommene.

    2. Würde nicht viel aussagen und das ist in Deutschland für die Fänger auch Problematisch. Ergo sollte man da schon auf Pers. Kontakte zu Spezis setzen.
    Bei Wandersalmoniden, Wels, Hecht, Schlei und Karpfen interessanter als beim Speisefisch Zander und Aal.
    Viele Angelverrückte ticken da viel Nachsichtiger als das Deutsche Recht es eigentlich vorsieht, wenn dieses Kochtopfangeln betrachtet.
    Viele Raubfischangler setzen Wandersalmoniden oder Hechte zurück, so wie einige Friedfischangler Refos oder Schleien nicht entnehmen, oder ich oft die Beifang Aale schwimmen lasse.
    Das Tierschutzgesetz verbietet sinnloses töten und nachfolgend .....,die Naturschutzgesetzgebung soll die heimischen Lebensgemeinschaften und das Seltene bewahren.
    Es ist Verrückt die C&R Diskussionen haben bewirkt das Viele ein schlechtes Gewissen haben wenn sie aus Verantwortungsgefühl einen seltenen Beifang zurücksetzen.
    Wobei viele Angelverrückte das oft viel besser einschätzen können, als Andere, weil sie es sind die das beurteilen können.
    Da berufen sich nun einige auf die vorgeschriebene Entnahme wenn sie seltene Fische entnehmen wollen, während Andere als Beifang gefangene Lachse zurücksetzen und Angst vor Strafe haben.
    Selbst ehemalige Jugendliche oder alte Bekannte erzählen Dier nun erst etwas wenn sie vorher vorsichtig vorgefühlt haben, wie man zum Zurücksetzen stehst.
    Da läuft etwas ganz schief in Deutschland..
    Vorgesehen ist nicht der Naturerhalt sondern die Bewirtschaftung, der Kopftopfangler ohne Eigenverantwortung braucht sich lediglich an Vorschriften zu halten um ein "Guter Angler" zu sein.
    Schade das es viele dieser Gesetze lediglich deshalb geben muss, weil Bewirtschaftung und fehlende Eigenverantwortung Probleme erschaffen.
    Zurückgesetzte Fische kann man Statistisch aufnehmen, sollte dann aber auch Aufwand und Zeit einbeziehen.
    Auf einen Aal die Stunde würde ich wohl leicht kommen, einige h für seltene Wandersalmoniden oder Quappen benötigen, viele h für einen Hecht und der Wels wurde mir ungleich mehr h abfordern.
    Einige seltene Fische sind halt leicht zu fangen wenn man weiß, wann und wo sie zu finden sind, einige fressen aber nicht immer.
    Natürlich könnte man auch noch zurückgesetzte geschützte Fische aufnehmen.
    Aber mal im Ernst, wer schon die Angaben von einfachen Fanglisten anzweifelt, der sollte Zweifel haben was das Zusammenführen von Tausenden dieser Listen aus divers. Vereinen und Fischern bewirkt.

    Aussage von Gestern, habe ich Dier die Auswertungen auch gesendet?
    Antwort: Nein, waren da wieder solche Fehlmeldungen?
    Stimmt, habe von Dier ja nun gar keine Fehler gemeldet bekommen.
    Haben Andere Dier die auch mal gemeldet.
    Nein.

    Es sind halt nicht nur einfache Angler die Fehler machen und gerade in der Fischerei geht es auch um Überfischung, Pachten und Steuern.

    3. Treibt man damit die Angler nicht in die Heimlichtuerei und bekommt zusätzlich ein Durchsetzungsverbot.
    Gleichzeitig sind es meist keine Wildfänge und die Angler müssen den Besatz ja auch finanzieren.
    Was den Aal betrift, es werden weniger als 1.Aal je Angler und Jahr gemeldet, es gibt kaum Angler die mehr als 10-20 Aale entnehmen.
    (Schau ich auf NRW. ist das bei Wandersalmoniden anders. Dort wird es finanziert und der Fang ist verboten. Ergo wird nicht viel gemeldet oder Kontrolliert, also sperrt na dann Teilbereiche wie die Siegmündung)
    Gruß Steini

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •