Umfrageergebnis anzeigen: Wie steht Ihr zur Evolutionstheorie?

Teilnehmer
17. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Die Evolutionstheorie erklärt das Leben, weitere Erklärungen benötige ich nicht!

    14 82,35%
  • Der Evolutionstheorie als Erklärung, mag ich nicht wirklich folgen.

    3 17,65%
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Ergebnis 11 bis 18 von 18

Thema: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

  1. #11
    GW-Forum Team Avatar von Mattes
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    AW: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

    In meiner Betrachtung gehört der Urknall dazu. Klar beginnt die Evolution erst danach, aber auch der Urknall könnte einer von vielen gewesen sein. Und erst der 253. Urknall hat den Zufall bewirkt, dass gewisse Materie/Stoffe/Verbindungen in einer gewisse Umgebung anlangte und auf spezifische atmosphärische Verhältnisse traf.

    Also könnte try und error auch den Urknall betroffen haben. Göttlichkeit oder Fügung kann ich dabei nicht erkennen. Einfach nur: Funktioniert oder funktioniert nicht.

    Von vielen wird der Zufall gerne als göttliches Schicksal interpretiert. Hätte der Wind nicht Element xy an die Stelle yz geweht, wäre jenes oder solches nicht passiert. Als Gläubiger bleibt mir ja fast nichts anderes übrig, als bei einem Gelingen den Herrn zu preisen - analog beim Scheitern seine Weitsicht zu ehren.

    Jede Art nimmt Einfluss und unterliegt Einflüssen. Der Mensch hat als einziges Wesen neben dem Ich-Bewusstsein höhere Intelligenz entwickelt. Er ist für mich daher gleichzeitig das dümmste Lebewesen, da er bewusst am Ast sägt, auf dem er sitzt. Es mag Parasiten geben, die ihren Wirt über die Maße strapazieren und damit ihre Grundlage zerstören, halt nur nicht mit bewusster Handlung.

    Thomas: Es gibt viele anerkannte Genies, die dennoch an die göttliche Fügung glauben. Vielleicht liegt es daran, dass uns zuerst der Glaube eingetrichtert wird und wir erst später im Leben andere Theorien entdecken. Der streng gläubige Geist wird versuchen die Wahrheit zu umschiffen, damit sein Weltbild nicht völlig zusammenbricht. Daher wundert mich die Verteilung im Voting nicht wirklich.

    Gott wäre vermutlich an Nachhaltigkeit sehr interessiert und Mitglied im Forum. Und ich bin mir sicher, dass er selbst dem Gedanken, der Mensch solle sich die Welt zum Untertan machen, so nicht gemeint habe.

    Nein Steini, ich bin nicht überrascht über unsere ähnlichen Ansichten. Trotz vieler Unterschiede in unseren Denken, habe ich dich oft gelesen und gedacht: Man, wie hat er doch Recht der Steini. Bei dir entdecke ich nur sehr oft, dass du mehr Tiefgang in deinen Gedanken hast und völlig neue Wege entdeckst. Try und error als philosophische Evolution.
    Gruß vom Mattes

    Zuhause ist da, wo das Land platt ist, Kühe und Pappeln rumstehn, der Nebel wabbert und Diebels getrunken wird.


  2. #12
    GW-Forum Team Avatar von Thomas
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    AW: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

    Zitat Zitat von Mattes Beitrag anzeigen

    Thomas: Es gibt viele anerkannte Genies, die dennoch an die göttliche Fügung glauben. Vielleicht liegt es daran, dass uns zuerst der Glaube eingetrichtert wird und wir erst später im Leben andere Theorien entdecken. Der streng gläubige Geist wird versuchen die Wahrheit zu umschiffen, damit sein Weltbild nicht völlig zusammenbricht. Daher wundert mich die Verteilung im Voting nicht wirklich.
    An dieser Stelle sind vor allem (Astro)Physiker gefährdet, Mattes. Das gesamte Leben wurde dem Erringen von Wissen gewidmet, die letzten Antworten bleiben aber trotz aller Bemühungen im Dunkeln verborgen.

    Mir fällt jedenfalls auf Anhieb kein Biologe ein, der, obwohl er einen Zusammenhang nicht herleiten oder bis ins letzte Detail zu begreifen vermag, umschwenkt und in der weiteren Folge annimmt, der Herr habe die Erde und den Himmel sowie alle Lebewesen in knapp einer Arbeitswoche geschaffen.
    ~~~

    Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
    (Aphorismus von G.C. Lichtenberg)


    Gruß, Thomas

  3. #13
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    AW: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Mir fällt jedenfalls auf Anhieb kein Biologe ein, der, obwohl er einen Zusammenhang nicht herleiten oder bis ins letzte Detail zu begreifen vermag, umschwenkt und in der weiteren Folge annimmt, der Herr habe die Erde und den Himmel sowie alle Lebewesen in knapp einer Arbeitswoche geschaffen.
    Sie müssen ja nicht gleich der Bibel folgen.
    Es reicht schon wenn sie denken das Evolution ein langjähriger Prozess sei, wo die Gegenwart wenig Einfluss hat.
    Evolution ist immer und langsam muss sie nicht zwangsweise ablaufen.
    Fische experimentieren oft mit vielen Partnern und das in einer Anzahl die wir kaum mit Säugetieren vergleichen können.
    Da sollte also auch viel schnellere Anpassung möglich sein, wenn denn ein Zwang besteht und der Lebensraum es hergibt.
    Spannend finde ich darum, die Gedankenwelt um R.A. und Andere.
    Einfluss der Mindestmaße auf Größenwachstum, Veränderungen durch Besatzfische, Auswirkung auf Eiqualität kleinerer und größerer Laichfische u.v.m.

    Mal im Ernst, wer Wissen kritiklos übernimmt lernt sicher leichter und hat gute Noten.
    Nur wer auch noch alles anzweifelt, kann neues Wissen erschaffen.
    Wahre Wissenschaftler werden wohl auch (heimliche) Zweifler sein müssen, sie sind die dann seltenen Gegenspieler der bisherigen Gelehrten.
    Egal ob Darwin oder Pasteur, beides waren Zweifler, die nun das Wissen von Gelehrten anzweifelten/widerlegten.
    (Darum auch am Anfang, meine Vermutung das Pasteur, das vielleicht so bezogen, nicht gleich als absolutes Naturgesetz verstanden hätte.)
    Umgekehrt waren es teilweise Gelehrte die neues Wissen oft mit Gewalt unterdrückten.
    Die Erde kann halt nicht rund sein und die Erde dreht sich auch nicht um die Sonne , nur gefährliche Spinner behaupten so etwas.
    Wir sind der Mittelpunkt (die Krone der Schöpfung), um uns dreht sich alles..
    Gruß Steini

  4. #14
    GW-Forum Team Avatar von Thomas
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    AW: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

    Zitat Zitat von Steini Beitrag anzeigen
    Nur wer auch noch alles anzweifelt, kann neues Wissen erschaffen.
    Wahre Wissenschaftler werden wohl auch (heimliche) Zweifler sein müssen, sie sind die dann seltenen Gegenspieler der bisherigen Gelehrten.
    Zweifel und angestrebte Modellverbesserungen sind und waren Motoren jeder wissenschaftlichen Betätigung, auch in Zukunft wird sich daran nichts ändern.
    Geht nicht ohne.

    In der Tat sind gerade die Cichliden der größten ostafrikanischen Seen (Tanganjika~, Malawi~) geradezu ein Glücksfall für die Evolutionsbiologie.

    Zu meiner Studienzeit setzte man den Fokus noch recht klar auf allopatrische Speziation , heute merkt man, dass auch die seinerzeit eher abgelehnte, mindestens angezweifelte sympatrische Speziation stattfindet. Keine Frage, die Evolutionslehre ist in Hinsicht auf neue Erkenntnisse immer noch nicht am Ende und wird sich weiter detailliert ausgestalten ... aber der Grundmechanismus ist dank Darwin erkannt und beweislich abgesichert.
    ~~~

    Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
    (Aphorismus von G.C. Lichtenberg)


    Gruß, Thomas

  5. #15
    GW-Forum Team Avatar von Thomas
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    AW: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

    Ich kann auf Rente gehen ... Evolutionsbiologen werden nicht mehr benötigt.

    http://www.der-postillon.com/2015/01...nensystem.html

    Aber meinen Lebensabend kann ich mir vielleicht noch angenehmer gestalten ...

    http://www.der-postillon.com/search?q=kirche+haftet
    ~~~

    Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
    (Aphorismus von G.C. Lichtenberg)


    Gruß, Thomas

  6. #16
    GW-Forum Team
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    AW: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

    Die Frage die sich mir eigentlich stellt, ist gar nicht einmal ob man daran glaubt oder nicht.
    Sondern wie wirkt es sich auf das Handeln des Einzelnen aus.

    Denken wir einfach mal an Besatz mit Forellen.
    Erst wenn man die Besonderheiten oder den besonderen Wert der Einzeltiere achtet, kann man weiteren Ideen folgen.
    Dann erst ist man offen für vererbbare Anlagen, oder für Gedanken, das Großfische eben auch besonders erfolgreiche Fische sein könnten.
    Es wird dann auch kaum noch vorstellbar, das man mit Besatzfischen, herausgefangene wilde Fische mal eben ersetzen könnte.
    Im Gegenteil, plötzlich bekommt man es mit der Angst zu tun, den Überlebenden auch noch die Erbanlagen zu versauen und Ihnen zusätzlich Konkurrenz einzubringen.
    Man ahnt dann, das es wichtig ist welcher Stamm es ist und das ein natürlicher Laichfisch wohl 1000 mal brutaler aussortiert wurde, als ein Fisch aus der Aufzucht.
    (In der Regel besetzt man aber Haustiere, also die wiederholten Nachkommen von Fischen, die fast nichts mehr selbst beweisen mussten)

    Den Wert eines alten Fisches, kann man vielfach betrachten.
    Den besonderen Erlebniswert, die Ei-Menge b.z.w den wahren Laicherfolg, als Speisefisch, über Ertrag oder als Beweis besonderer Fähigkeiten und Möglichkeiten.
    Das muss man wohl alles gemeinsam betrachten und nicht jeden Wert für sich.

    Thomas, du hast geschrieben das wohl kaum ein Biologe das ablehne.
    Das wird wohl auch so sein, darum kommen neue Gedanken zur besseren Bewirtschaftung auch aus dieser Ecke.

    Für die Mehrheit bleibt aber eine Forelle eben ein Forelle.
    Was herausgefangen wird, besetzt man eben neu, mit Haustieren und Nachzuchten.
    Da macht man im besten Fall, ein Mindestmaß, so das die Durchschnittsforelle mindestens einmal ablaichen kann und entnimmt dann gezielt die Größeren.
    Das macht dann Platz für den Nachwuchs, der dann weniger Feinde und Konkurrenz hat.
    Zum Schutz des dann lediglich einmalig vorhandenen Nachwuchses ist es dann auch wichtig, Fischfeinde vom Gewässer möglichst fern zu halten.
    Es erscheint halt unnötig, das dieser Fisch sich immer weiter einbringt und gar die Vielfalt der Anlagen verringert.


    Schon wenn dann Besatz nötig wird, könnte die Gegenseite es als Beweis betrachten, das es so nicht funktioniert.
    Die raufen sich dann die Haare, wenn dort dann zusätzlich auch noch völlig ungeeignete Besatzfische (Stamm, Herkunft, Haustiere) besetzt werden.
    Große Vielfalt kann eben auch ungleich viele Probleme einbringen, es ist das Gegenteil von optimaler Anpassung.

    Ein alter Großfisch, hat sich vielfach über viele Jahre behauptet und ist trotzdem auch noch groß geworden.
    Der hat vielfach Feinden wie Kormoran, Angler, Hecht oder Otter ausweichen können, er hat ungünstige Lebensbedingungen und Hungerzeiten überstanden die gerade Großfische oft besonders zusetzen.
    Er ist der eigene Indikator, seiner Fähigkeit dort über viele Jahre geeignet gewesen zu sein.
    Sein Erbgut eingekreuzt mit immer neuen Partnern, ergibt auch immer weiter neue Möglichkeiten der Anpassungen bei Erhalt von dem Erprobten..


    Als Fang ein Erlebnis.
    Als Speisefisch aber betrachtet, eine einfache Forelle.
    Für viele Bewirtschafter eher Nachteilig gesehen.
    Für die Natur, zu nächst kaum zu ersetzen.

    Was natürlich auch nur wichtig wird, wenn man Natur als etwas Einzigartiges betrachtet, was stetiger Änderung unterliegt.
    Wir sind schlicht zu doof, uns immer unserer Eingriffe in der Natur bewusst zu sein.
    Den steten Wandel und Wettrüsten haben wir gar mit so einem Begriff wie "Ökologischem Gleichgewicht" auf den Istzustand verniedlicht.
    In Wahrheit sind das dann die Erfolgreichsten, die sich im Moment nur gerade nicht auslöschen oder verdrängen konnten und oft auch in direkten Wechselbeziehungen stehen.

    Ein Weg das alles komplexer zu betrachten zu können ist sicher die Evolutionslehre.
    Ich könnte mir aber gut vorstellen das der Glaube an die Göttliche Schöpfung, umgekehrt vielen die Möglichkeit nimmt das komplexer zu sehen.
    Da stehen dann oft ethische Fragen im Vordergrund, wie der Grund von Angeln und das Töten der Fische.
    Oft wird von Ihnen nicht einmal zwischen Belangen von Tier und Naturschutz unterschieden.

    So erscheint es mir wenigstens in meinem Umfeld.
    Gruß Steini

  7. #17
    GW-Forum Team Avatar von Mattes
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    AW: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

    Randnotiz:

    Sánchez Sorondo: An die Wissenschaft zu glauben bedeutet ja nicht, dass die Kirche keine moralischen Urteile fällen könnte.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...a-1014248.html
    Gruß vom Mattes

    Zuhause ist da, wo das Land platt ist, Kühe und Pappeln rumstehn, der Nebel wabbert und Diebels getrunken wird.


  8. #18
    GW-Forum Team
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    AW: Umfrage: Wer folgt der Evolutionstheorie?

    Heute wird es unbequem, sagt der auch der Angler Matze aus.
    Aus seiner Betrachtung, ist die Evolutionslehre die Grundlage von Gedanken wie derer von PETA.
    https://de-de.facebook.com/permalink...86728311395573

    Heute wird es unbequem Matze, auf den Bildern zeigst Du ja deine Gesicht.
    Du verdrehst Die Tatsachen wie sie Dier gefallen.
    Denn Du bist das Tier was jagen will, was eben nicht nur vernünftig sein will oder kann.
    So schräg, wie Tieren die Menschenwürde geben zu wollen, weil man sich in seinen Gefühlen Entschuldigung, Instinkten verhaspelt.

    Seltsam, eine Lehre des Zufalls und Auswahl, scheint für Viele Menschen zu abstrakt.
    Der Mensch ist wohl zu primitiv um an Zufallssysteme zu glauben oder sie zu verstehen.
    Hatte immer gedacht Du wärst da anders.

    Aber Du sagst es ja selber:"Man darf Glauben nicht mit Wissenschaft vermischen, wird man mir vorwerfen" +"MICH dürft Ihr für meine Überzeugung gerne zur Sau machen"
    Na zur Sau und zum Affen machtest Du Dich selbst, wobei schon das Wort Wissenschaft sagt das sie stetig neue Tatsachen schaffen wird.
    Desinteresse, Glaube, Theorie, Lehre sind dann die Abstufung in Richtung der Wahrheit.
    Gruß Steini

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