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Thema: Weserwanderfische

  1. #101
    GW-Forum Team Avatar von Albert
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    AW: Weserwanderfische

    Da gebe ich Dir recht Steini.
    Wurde aber auf dem Aalgipfel in Potsdam so erläutert.

    Aktuell weisen die ca. 16.600 Kilometer Fließgewässer in der Flussgebietseinheit Weser ca. 4.700 Querbauwerke auf. Viele Querbauwerke sind nur eingeschränkt oder gar nicht für die aquatische Tierwelt passierbar, was an vielen Gewässern den Rückgang vieler Tier- und Pflanzenarten mit verursachte. Dies traf besonders die Wanderfischarten.
    Statistisch aller 3,5 km eine Querverbauung.
    Gruß
    Albert

  2. #102
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    AW: Weserwanderfische

    Es ist halt immer die Frage wer und warum Er ihn bezahlt.
    Auch Richter, Staatsanwälte und Anwälte sind Fachkräfte eines Bereiches.
    Kein Anwalt wir verstoßen weil er einen Schuldigen freibekommt...

    Nicht selten erlebt man, das auch Biologen ähnliche Aufgaben wahrnehmen.
    Es sind halt Fachkräfte die einen Job ausüben, nicht unbedingt immer wahrheitssuchende Wissenschaftler oder Idealisten.

    Aber das wir auf dem richtigen Weg sind zeigt ja das sich die errechneten Abwanderungszahlen so unterscheiden.
    Das die gerade in der Weser so gut ausfallen liegt sicher daran, das in der Weser besonders viele Problem bestehen und es so mehr Menschen gibt die das lieber nicht als Problem dargestellt haben möchten.
    Gruß Steini

  3. #103

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    AW: Weserwanderfische

    Bei Fischpässen redet und schreibt man immer über Fischaufstiegsanlagen,wo bleibt da der Abstieg,in Österreich hat man sich viel mit dem Thema beschäftigt
    meines Wissens ohne Erfolg allen Arten gerecht zu werden (nicht mal beim Aufstieg).

  4. #104
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    AW: Weserwanderfische

    Zitat Zitat von Fliege Beitrag anzeigen
    Bei Fischpässen redet und schreibt man immer über Fischaufstiegsanlagen,wo bleibt da der Abstieg,in Österreich hat man sich viel mit dem Thema beschäftigt
    meines Wissens ohne Erfolg allen Arten gerecht zu werden (nicht mal beim Aufstieg).
    So etwas wurde auch in Deutschland gemacht und ja das ist noch komplizierter als der Aufstieg.
    Da es hier ja um die Weser geht, bei der neuen Wasserkraftanlage in Bremen hat man da so einiges versucht, wobei nun seit Jahren nichts über den Erfolg berichtet wird.
    Angeblich gestaltete es sich als überraschend schwer dort Fangvorrichtungen zu installieren, weil die auftretenden Kräfte überraschend zu groß waren.
    Erstaunlich wenn dort ja alles vorher so sicher durchgerechnet wurde.

    In den Wasserkraftanlagen der Weser oberhalb, wird vom Kraftwerksbetreiber versucht entsprechend der Aal-Abwanderungen die Fische durch veränderte Schaufelstellung der Turbinen die Tiere dort heil hindurch zu bekommen. Ich denke das funktioniert ganz gut, ist lange her das ich tote Aale sah.
    Die Wanderwellen werden an Hand des Verhaltens von gehälterten Aalen bestimmt.
    Gruß Steini

  5. #105

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    AW: Weserwanderfische

    Fischfang im WKB Fischpass vom Jahr 2015

    Flussneunauge sollen es an die 70000 gewesen sein.
    Ukelei 2584
    Aland 607
    Rotauge 356
    Meerforelle 260
    Barbe 181
    Güster 134
    Aal 106
    Brassen 63
    Barsch 40
    Lachs 33
    Döbel 25
    Rapfen 19
    Zander 14
    Giebel 14
    Hasel 12
    Wels 5
    Bachforelle 4
    Schuppenkarpfen 3
    Zährte 2
    Grundel 2
    Quappe 2
    Hecht 1

    Für 2016 ist noch nichts veröffentlicht. Für danach braucht der Kraftwerksbetreiber keine Zahlen mehr zur Wirksamkeit der Fischtreppe liefern.
    Gruß Uwe

  6. #106
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    AW: Weserwanderfische

    Und wenn man die Neunaugen streicht und sich klar macht das das auch jungfische sein können ist das nicht mehr viel.
    Von den über 200 M.F mal abgesehen, ist das der Jahresfang von 3-5 Rentnern, die vorwiegend auf Friedfisch angeln.
    Aufstiegszahlen eines einmündenden Grabens ebenbürtig, zeigt sie sich als unterster Fischpass der Weser als komplett unbrauchbar.

    Nun ja, das Gericht möchte einst den Kritikern nicht folgen, weil die Ihre Vermutungen ja gegen das Wissen von Fachkräften behaupteten.
    Wetten das nun trotzdem. die Gerichtsentscheidung nicht mehr gekippt wird, nur weil Zahlen nun belegen das die Kritiker einmal mehr Recht hatten?

    Für Laien mögen die Zahlen hoch erscheinen.
    Andere würden eher auf das Tausendfache hoffen um zu denken, na ja könnte o.k sein.
    Ich sehe da im übrigen gar keine Flunder...

    Allein für die Kosten der Fischzählung hätte man sicher ein Mehrfaches an Besatzfisch erhalten, Baukosten je Fisch sollte man gar nicht erst hinterfragen.
    Bremen wollte halt unbedingt eine Wasserkraftanlage, weil Bremer ja besonders umweltbewusst sind.
    Was man um unbedingt naturfernen Ausbau der Weser sehen kann, Stein, Beton und Stahl, wirken halt modern und zeugen von Kultur.
    Würde man mir dort einen Angelschein auf Lebenszeit schenken, ich hätte keine Verwendung.
    Gruß Steini

  7. #107
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    AW: Weserwanderfische

    Es geht voran....


    Oft wird behauptet das das Verschwinden der Fische durch fehlendes Umweltinteresse in der Vergangenheit verschuldet wurde und das man heute auf dem richtigen Weg sei.....und gar auf dem Weg sei, die Fehler zu beheben.
    Das ist zum Lachen und zeigt nur wie wenig Umweltbewusstsein heute vorhanden ist.

    Die Wanderfische sagen da etwas ganz anderes aus.
    Der Stör steht kurz vor dem Aussterben, Ansiedlungsversuche von Lachs, Schäpel, Meerforelle und Maifisch werden eher zum Dauerbesatz als zur Ansiedlung.
    Bei Massenfischen wie Aal und Stint brechen die Bestände immer weiter ein, auch wenn mit Aalbesatz da das Problem übermalt wird.
    An den Küsten sucht man nach Antworten warum Makrele, Hering und Dorsch einbrechen und möglicherweite ist da der Klimawandel eine Ursache.
    Aber letztendlich liegt es immer am Menschen.....
    Was die Wanderfische betrifft brauchen sie halt Flüsse, Bundes-Wasserstraßen sind für sie ungeeignet.
    Straßenbauämter sind folglich ungeeignet Naturschutzaufgaben zu übernehmen.
    So wie auch Landwirtschafts und Verbrauchsämter ungeeignet sind Fischearten und Naturschutz zu gewährleisten.

    Da brechen nun halt Massenfische wie der Stint ein.
    (Stinte sind kleine Schwarmfische, welche in den Flußunterläufen laichen)
    In der Elbe und Weser gehen die Bestände zurück, in der Ems ist er schon selten und z.B in der Themse verschwunden.
    https://www.weser-kurier.de/region/n...d,1718389.html

    Selbst so eine Fischart braucht halt ein Minimum an Natur und sei es nur fester Schlammfreier Bodengrund um zu Laichen.


    Wenn man mit erfahrenen Angelern , Fischern, Praktikern redet, alle wissen es, noch nie gab es so wenig Fisch wie heute.
    Verbesserungen....gab es maximal bei der Anzahl der vorkommenden Arten, die zusätzlich durch viele Fremde Arten aufgestockt wurden.
    Das Wissen um Natur sinkt, das Interesse fehlt und die Naturschutzbewegung der 70-80er, ist verschwunden.
    Ja es geht voran, aber anders wie erhofft.

    Wie kommt so ein negativer Beitrag zustande?
    Interesse, Verantwortungsgefühl..
    Dinge die man für Geld nicht kaufen kann.
    Gruß Steini

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