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Thema: Welche Wathose?

  1. #1
    Moderator Avatar von Steini (verstorben am 06.09.2019)
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    Welche Wathose?

    Gestern gab es ne neue Wathose.....

    Nun wurde mir klar, es wird Zeit sich mal über diese nützlichen Dinger auszutauschen.
    Es finden sich auf dem Markt verschiedene Hersteller, diverse Modelle und Materialien.
    Es mag nicht immer ein Muß sein so etwas zu besitzen, wer ein echter Kerl ist, schwimmt auch im Eiswasser und verachtet diese Gummiüberzieher.
    Ich bin aber eher der Softe, ich mag´s trocken und warm.

    Spätestens wenn es aber zur E-Fischerei kommt, führt kein Weg vorbei.
    Was aber macht eine brauchbare Wathose aus, welche halten Belastungen aus welche nicht.
    Was sind günstige Modelle, welche kann man gut flicken.

    Am günstigsten sind sicher die Hosen aus PVC.
    Wenn man aber in diesen Dingern stundenlang geschwitzt hat, ist die Hose darunter klatschnass, etwas Wind auf die feuchte W-Hose und man friert, weil die Dinger nicht isolieren. Besonders wenn es kalt ist, sind sie sehr anfällig. Dornen, Angelhaken und Stacheldrähte mögen sie überhaupt nicht. Man kann sie flicken, meist aber halten die Flicken nicht lange, oder es sind Stellen (Nähte) an denen nicht zu flicken ist.

    Kommen wir nun zu Neopren..
    Die sind wärmer, flexibler, belastbarer und ich bilde mir ein, man schwitzt nicht so.
    Flicken kann man sie auch und sie haben einen geringen Auftrieb.


    Im Handel finden sich auch dünne wasserdichte Stoffhosen, sehr günstig aber kaum belastbar und nicht zu flicken.
    Dann gibt es noch die Hosen aus atmungsaktiven Stoffen, leicht und dünn ohne viel Staunässe, leider etwas teurer.
    Ich denke nett zum fischen, aber nicht als belastbares Arbeitsgerät im Winter geeignet.

    Diese Hosen werden zum Teil ohne Stiefel angeboten, der Schuh wird dann über der Hose getragen.
    Das hat Vorteile, so kann man die Hose komplett umkrempeln, zum Trocknen oder Auswaschen.
    Hat aber den Nachteil, man braucht zusätzlich noch Schuhe die eigentlich viel zu groß sind, eben zusätzlich nur zum tragen mit der Wathose. Kurz es treibt die Kosten nach oben und die Schuhe können leicht im Schlick stecken bleiben.

    Die meisten Wathosen werden mit Stiefeln angeboten.
    Die Stiefel haben entweder eine Profilsohle oder wegen glatter Steine eine Filzsohle. (Die Filzsohle wird wohl bald eingeschränkt, wegen dem Verschleppen von Krankheiten und Algen)

    Wegen der unterschiedlichen Isolierwirkung werden Neopren-Wathosen auch in unterschiedlichen Wandstärke angeboten.
    Wer darin lange ruhig im Wasser steht, mag es ja nutzen, wer aber arbeitet, dem wird nicht kalt.
    Wer nun Stunden lang im Wasser arbeitet, den wird aber die dickere Stärke viel Kraft kosten.


    Mein eigener Favorit ist zur Zeit Behr
    http://www.behrfishing.de/products/0...53e/index.html
    Die einfache Wathose geht bis unter die Achseln ist robust und mit gut sitzenden Klettverschlüssen schnell anzulegen.
    Die Träger sind breit und ebenfalls aus Neopren, die Hose sitzt gut und ist mit 50€ - 80€ auch nicht so teuer.
    Die Tasche ist so groß, so das die Hose dort auch leicht wieder hineinpasst.
    Ausgeliefert wird sie mit Flickzeug, reichlich Flicken und oft auch mit Socken.
    Anprobiert und für gut befunden!
    Selbst eine Stunden lange Schlammschlacht hat sie nun überstanden, immer wieder steckte ich fest oder streifte dabei scharfe Kanten.
    Da aber nun auch Damen unter uns weilen, noch der Hinweis, klar die Hosen sind für Männer geschnitten.
    Neopren ist aber sehr flexibel, meiner Freundin passt dieser Schnitt auch, nur eben etwas kleiner in der Schuhgröße.
    (Wie sollten sonst auch, bierbäuchige Männer da hinein passen, wenn es keine Dehnung gäbe. Angler eben)

    Die dickere Eisbehr ist ähnlich geschnitten, aber verstärkt und ist mit 80€ - 110€ etwas teurer.
    Im Beutel befindet sich ähnliches Material bei Auslieferung. (Dieses Model muß sich bei mir aber noch bewähren)
    Ich meine die Preisleistung stimmt.

    Ich hatte auch mal eine von Askari, eine Eigenmarke nur wenig günstiger.
    Dort wurden die Nähte undicht, und die Träger verrutschten ständig.
    Dickes Neopren mit Filz, die nutze ich heute noch wenn ich lange im Wasser bin, aber leider ist sie eben nicht mehr dicht.
    Das Wasser wird aber schnell warm und die Isolierung ist super.
    Von PVC bin ich ab, Regenhosen habe ich genug und die Atmungsaktiven sind mir zu teuer.

    Bin gespannt was Ihr für Erfahrungen habt, denn eins ist sicher die Aktivität eines Gewässerwartes wird schnell zum Stresstest für jede Wathose.
    Gruß Steini

  2. #2

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    AW: Welche Wathose?

    Ich habe da auch einiges durchgebracht.

    Jetzt bin ich für die meisten Arbeiten wieder zurück bei einer sehr robusten Hose Marke Eigenbau.

    Grundlage ist der günstige ABC Abwehranzug Zodiak.
    http://www.ebay.de/itm/ABC-Anzug-Gum...#ht_631wt_1185

    Die dort verwendeten Materialien sind nicht nur chemiesicher wie Säure, Kalk, Öl und dergleichen, sondern auch extrem reißfest und beinahe unkaputtbar.

    Sicherlich kann man damit nicht lange als ungeübter am Strand spazieren gehen, aber zum Arbeiten gibt es nichts besseres. Im Winter kombiniere ich darunter lediglich atmungsaktive Thermowäsche.

    Hergestellt habe ich sie, in dem ich einfach die Hosel auf die Stiefel mittels Gummikleber geklebt habe.

    Sie hält übrigens schon seit beinahe 7 Jahren!!!! ohne Pflege
    Geändert von dat_geit (03.04.12 um 20:18 Uhr)

  3. #3

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    AW: Welche Wathose?

    Also wgs. Wathose hab ich den Stein der Weisen noch nicht gefunden. Ich zerreiß die Dinger einfach in Serie da sind mir die Atmungsaktiven deutlich zu teuer. Hauptsächlich trage ich Neopren, aber im Sommer darf man da halt das Wasser nicht verlassen.... sonst gart man schnell im eignen Saft.

    Wenigstens hab ich für den Gewässerwartalltag nun meine Dream-Watstiefel gefunden.

    http://www.amazon.com/Hodgman-Caster.../dp/B004D3ABQI

    Gummi, kein PVC und lassen sich vor allem runtergekrempelt tragen. Wenns aus dem selben Material auch mal eine Wathose gäbe wär das meine.

  4. #4
    GW-Forum Team Avatar von Georg
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    AW: Welche Wathose?

    Bei kaltem Wasser vertraue ich auf 6mm Neopren, wenn ich aber bei warmen Wetter den ganzen Tag in den Buchsen rumlaufen muss, kommt doch die atmungsaktive Version zum Einsatz.

    Zitat Zitat von Toni
    Wenns aus dem selben Material auch mal eine Wathose gäbe wär das meine.
    Bitte schön: LeChameau Sarine

  5. #5
    GW-Forum Team Avatar von Albert
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    AW: Welche Wathose?

    Ich hab mir eine Eisele Ocean Wathose (PVC) gekauft und die ist 13 Jahre alt.
    Die nehme ich in der kalten Jahreszeit. Und für Arbeitseinsätze.
    Seit 3 Jahren hab ich noch die hier zum Watfischen.

    Von DAM

    Noch keine undicht.
    Gruß
    Albert

  6. #6
    Moderator
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    Avatar von Steini (verstorben am 06.09.2019)
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    AW: Welche Wathose?

    ? Wie gibt es bei Euch keine Dornen und Stacheldrähte.
    Bei mir halten PVC Hosen maximal wenige Jahre.
    Selbst einfache Gummistiefel brechen bei mir nach 2-5 Jahren.
    Gruß Steini

  7. #7
    GW-Forum Team Avatar von Albert
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    AW: Welche Wathose?

    Stacheldraht
    Noch nie damit im Wasser in Berührung gekommen.

    Und Gummistiefel, da hab ich mir die Bootsstiefel von Marinepool gekauft. Das war 2003.
    Kein dickes Profil, geschmeidig, warm (Norwegen 4x, Schneebedecktes Froja) und trittsicher. Was haben die schon durchgemacht.
    Gruß
    Albert

  8. #8

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    AW: Welche Wathose?

    Ich empfehle im Winter eine Neoprenwathose und im Sommer sollte man auf atmungsaktiv umsteigen.
    Leider gibt es bisher noch keine Wathose die vor scharfen Gegenständen, wie Dornen, spitzen Muscheln
    oder scharfen Kanten zu 100 % schützt. Je nachdem wo die atmungsaktive Wathose zum Einsatz kommt,
    sollte man auch die Sohle mit Bedacht wählen. Grobe Profilsohlen sind optimal bei matschigem Untergrund,
    da diese sich festsetzten und eine guten Halt bieten. Bei einem härteren und steinigem Untergrund sind
    Filzsohlen die beste Wahl, denn diese auch bei veralgten Felsen einen festen Stand gewähren,
    mit Gummisohlen würde man da eher auf die Nase fallen.

  9. #9
    Avatar von Schnickes
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    AW: Welche Wathose?

    Ich besitze diese (Vision Extreme Guiding) hier: http://www.fliegenfischer-forum.de/visiohwh.htm
    Bisher bin ich sehr zufrieden, aber hatte sie auch nur gelegentlich im Einsatz.
    Ein Vorteil der normalen Hosenform: Man traut sich nicht zu weit ins Wasser.
    Viele Grüße,
    Niklas

    Gewässerwart Blog

  10. #10
    Moderator
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    Avatar von Steini (verstorben am 06.09.2019)
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    AW: Welche Wathose?

    Zitat Zitat von Schnickes Beitrag anzeigen
    Ich besitze diese (Vision Extreme Guiding) hier: http://www.fliegenfischer-forum.de/visiohwh.htm
    Bisher bin ich sehr zufrieden, aber hatte sie auch nur gelegentlich im Einsatz.
    Ein Vorteil der normalen Hosenform: Man traut sich nicht zu weit ins Wasser.
    Ahh, ..ein Nichtschwimmer.

    Spaß bei Seite, Schnickes kann sicher schwimmen.

    Aber, Achtung beim Gebrauch von Wathosen!
    Ein Freund von mir fiel mal vor Jahren mit so einer Hose vom Boot ins flache Wasser.
    Dort war es nicht einmal hüfttief, aber er mußte an den Rand schwimmen.
    Bildet sich so eine Luftblase in den Schuhen, bekommt man die Füsse nicht mehr auf den Grund.
    Das ist kein Spaß und der Grund warum die Fischer einfache Regenhosen tragen.
    Besser ist es eben naß zu werden, als wenn man wie eine Boje mit den Füßen an der Oberfäche treibt.
    Wenn an Füßen und Beinen sich erst einmal eine Luftblase gebildet hat, drückt sie den Rest runter, die Luft kriegt Ihr aber nicht mehr raus und sich panisch im Wasser so ein Ding auszuziehen ...viel Glück.
    Das mag beim Watfischen aber anders sein, denn da drückt der Wasserdruck die Luft schon vorher aus der Hose.
    Gruß Steini

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